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Kostenloses Computerspiel der Vereinten Nationen
für Kinder

"Food Force" - Virtuelles Brot für die Welt
Helfen statt Ballern

„Kein einziger Schuss wird abgefeuert - heutzutage in Computerspielen ungewöhnlich", sagt der stellvertretende WFP-Direktor John Powell. In Videospielen muss demnach nicht immer mit Waffen gekämpft werden. Bereits sechs Wochen nach Erscheinen wurde das Spiel „Food Force" schon über eine Million Mal aus dem Internet herunter geladen. „Dies zeigt, dass auch gewaltfreie Videospiele zum Thema Hunger unter Jugendlichen „cool" sein können." Powell weiter: „Wir haben versucht, die richtige Balance zu finden zwischen Unterhaltungsspiel und der Beschäftigung mit globalen Themen wie Hunger."

In „Food Force" geht es zunächst darum, in Soforthilfe tausende von Menschen auf der fiktiven Insel Sheylan zu ernähren. In sechs verschiedenen Missionen muss der Spielende in einem Rennen gegen die Zeit zum Beispiel als Hubschrauberpilot hungernde Menschen aufspüren, mit bewaffneten Rebellen verhandeln oder mittels Hungerhilfe selbständig funktionierende Gemeinden wiederherzustellen versuchen. Nebenbei lernt der Spielende so das „World Food Programme" der Vereinten Nationen kennen.
„Food Force" ist technisch und inhaltlich durchaus auf der Höhe der Zeit. Und das macht einfach Spaß.", sagt Jörg Schieb, einer der bekanntesten Computer-Fachjournalisten in Deutschland (WDR, „Schieb der Woche").

Das für 8 – 13 jährige Kinder konzipierte Spiel „Food Force" ist als kostenloser Download (221 MB) für PC und Mac zur Zeit vorerst nur in englischer Sprache erhältlich unter www.food-force.com.

Christoph Klein

 

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Lesenswertes...

Oskar und die Dame in Rosa

»Nur der liebe Gott darf mich wecken.«
Eine Erzählung über eine Begegnung, die unter die Haut geht

Das Buch beginnt so: "Lieber Gott, ich bin zehn Jahre alt, und ich habe die Katze, den Hund und das Haus angezündet (ich glaube,
ich habe sogar die Goldfische gegrillt), und das ist der erste Brief, den ich dir schicke, weil ich bis jetzt wegen der Schule nicht dazu gekommen bin. Ich sag’s dir lieber gleich: Ich hasse das Schreiben. Muss mich wirklich dazu zwingen. Weil schreiben wie Lametta ist, Firlefanz, Schmus, Kokolores und so weiter. Schreiben ist nichts anderes als Schwindeln mit Schnörkeln drum herum. Erwachsenenkram. Der Beweis? Na, nimm den Anfang von meinem Brief.(...) Genausogut hätte ich schreiben können: Man nennt mich Eierkopf, ich sehe aus wie sieben, ich bin im Krankenhaus wegen meinem Krebs, und ich habe noch nie mit dir geredet, weil ich nämlich nicht daran glaube, dass es dich gibt." Höchste Zeit, dass sich das ändert, findet Oma Rosa, die als „Besuchsoma" in einer französichen Krebsklinik die Bekanntschaft mit Oskar macht. Sie ist

die einzige, die offen, humorvoll und auch aufrichtig mit Oskar über seinen bevorstehenden Tod redet und ihm einen verrückten Vorschlag macht: er soll jeden Tag, der ihm noch bleibt, so betrachten, als würde er zehn Jahre zählen und dem lieben Gott schreiben, was er erlebt. Oskar ist fasziniert von der Idee und probiert sogar aus wie es ist, Briefe an Gott zu schreiben, an den er eigentlich nicht glaubt. („ Man hat mich schon mal reingelegt, mit dem Weihnachtsmann. Einmal reicht mir völlig!") Mit der Zeit entwickelt sich eine vertraute Beziehung zwischen Oskar und Gott („P.S.: Jetzt, wo wir Freunde sind, was wünschst du dir eigentlich von mir zum Geburtstag?"). Das Buch endet mit einem Brief von Oma Rosa an Gott, den sie schreibt, als Oskar gerade gestorben ist. Und er ist so schön, dass ihn jeder selber lesen sollte.                                                                               Simone Klein

Eric-Emmanuel Schmitt:
Oskar und die Dame in Rosa
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

Ammann-Verlag, 2003

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Jörg Zink: Dem Herzen nahe

Seit einem Jahr liegt dieses wunderbare Lesebuch von Jörg Zink auf unserem Wohnzimmertisch. Immer greifbar. Es ist zu einem Begleiter durch das ganze Jahr geworden.
Jörg Zink ( Dr. theol. – lebt als freier Schriftsteller in Stuttgart) trifft in seiner einfachen, einfühlsamen Weise in das Herz seiner Leserschaft. Die Texte sind den Jahreslauf entlang in sechs Kapitel gegliedert:

Das Jahr begrüßen – Den Tag bestehen – Mitgehen – Achtsam leben – Über Grenzen hinaus denken – Einen neuen Anfang trauen. Jörg Zink´s Worte ermuntern, trösten, geben neue Kraft und sind praktische Lebenshilfe (Schlafen und wachen, Angst ablegen, usw.). In einer Predigt hörte ich den Satz: „Jesus ist für die gestorben, die es nicht alleine schaffen." Ich glaube, dieses Buch ist genau fürdiejenigen gedacht.                       Kerstin Gräf